Zielgruppen
Unterstützung für Zuwanderinnen

In der Regel haben Migrantinnen es auf dem Arbeitsmarkt schwerer, eine angemessene Beschäftigung zu finden und sind weitaus öfter von Erwerbslosigkeit betroffen als Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte. Im Rahmen von Netzwerk W ist mit dem Infodienst migra-info eines der ersten Webangebote für neu zugewanderte Frauen entstanden. Weitere Netzwerke W bauen vor Ort durch Netzwerkarbeit die Unterstützungsleistungen für Migrantinnen aus. Migrantinnen werden zu Lotsinnen für den Wiedereinstieg in der Stadtteilarbeit geschult. Sie öffnen anderen Frauen durch Information über den Service und die Leistungen der Agenturen, Jobcenter und Beratungsstellen neue Wege in den Beruf. Kooperationen zum Beispiel mit dem Quartiersmanagement, den Familienzentren und weiteren sozialen Diensten im Sozialraum werden aufgebaut. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Beratungs- und Bildungsarbeit für die Zielgruppe vernetzen sich neu und entwickeln Prozessketten zur Optimierung geeigneter Unterstützungsleistungen. Andere wiederum sensibilisieren Unternehmen für die Potentiale von Migrantinnen. Mit dem „Gütesiegel Interkulturell orientiert“ zeichnet der Kreis Düren Organisationen und Unternehmen aus, die Interkulturalität leben und Diversity-Strategien als Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels erkennen.

Beispiele für Aktivitäten, Kontakte und Links

  • Bonn
    Mehrsprachige Website für Zuwanderinnen www.migra-info.de, Schulungsmodul Migra-Info – eine Handreichung für Trainer und Trainerinnen in der Weiterbildung
  • Hamm
    Kooperationen mit Migrationsselbstorganisationen und Quartiersmanagement zur Unterstützung von Migrantinnen in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf; Handbuch für Akteure und Akteurinnen
  • Bielefeld
    Interkulturelle Schulungen und Qualifizierungen für Fallmanager/innen, Schulung von Migrantinnen zu Lotsinnen für den Wiedereinstieg, Ermittlung besonderer Unterstützungsbedarfe für alleinerziehende Migrantinnen
  • Emscher-Lippe
    Sensibilisierung für die Potenziale von Migrantinnen, Kompetenzplattform mit umfangreicher Dokumentation der Fachforen, Entwicklung einer Beratungsmappe (Dokumentation der Beratungswege für Migrantinnen)
  • Gelsenkirchen
    Bestandaufnahme zur Bildungsberatung für Migrantinnen mit dem Ziel der Verbesserung der Zugangswege zu den Weiterbildungseinrichtungen und Vermittlung in adäquate Bildungsangebote für die Zielgruppe
  • Herford
    Schulung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu Mentorinnen zur Unterstützung von Frauen in gleicher Situation beim (Wieder)Einstieg in die Arbeitswelt; Erstellung eines Praxiskoffer (aufbereitete Informationen für die Mentorinnentätigkeit)
  • Paderborn
    Aufbau eines Netzwerkes von ehrenamtlichen Multiplikator/innen und Akteur/innen im Sozialraum zur beruflichen Unterstützung von Migrantinnen
  • Solingen
    Aufbau tragfähiger Kooperationen zur besseren Unterstützung Förderung der Berufsrückkehr von Migrantinnen im Bergischen Städtedreieck; Analyse, Fachtagung, Workshops
  • MEO-Region
    Verstärkung der Vernetzung zur Unterstützung der Berufsrückkehr von Migrantinnen in der MEO-Region; Anbindung den Facharbeitskreis „Frauenerwerbstätigkeit“, Fachtagung, Öffentlichkeitsarbeit
  • Städteregion Aachen/Würselen, Lippe
    Vernetzung der Beratungsstruktur für Migrantinnen stärken; Veranstaltung
  • Düren
    Verleihung des Gütesiegels Interkulturell orientiert

Musterhandbuch für die Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund
Ein Handbuch zur Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund ist vom Netzwerk W in Hamm entwickelt und vom JobCenter Hamm federführend koordiniert worden. Aufgrund vielfacher Nachfragen stellt Netzwerk W das Handbuch als interaktive Mustervorlage bereit und regt explizit zum Nachahmen und Kopieren an. Der Aufbau des Handbuches folgt einer typischen Beratungssituation und beginnt mit einem umfassenden Fragebogen zur persönlichen Situation der zu beratenden Frauen. Die Mustervorlage lässt sich auf andere Regionen übertragen. Netzwerke W können so ihre eigene Lose-Blatt-Sammlung zur Beratung von Migrantinnen zusammenstellen.

Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“

Im Rahmen des bundesweiten Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ wurden unterschiedliche Formate zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund entwickelt. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung – IQ“ setzt die Arbeit fort, um die erfolgreich entwickelten Ansätze flächendeckend umzusetzen und in Regelangebote zu verankern. Das Programm wird gemeinsam vom BMAS, dem BMBF und der BA getragen.
Ein Ziel des Programms ist der Aufbau regionaler Netzwerke, Bundesweit haben elf regionale Netzwerke die Arbeit gestartet, drei davon in Nordrhein-Westfalen. Als Landeskoordination ist die G.I.B. Partner des Bundesprogramms. Auch NetzwerkW-Partner und -Partnerinnen sind beteiligt. Bis 2014 sollen stufenweise bundesweit insgesamt bis zu 25 regionale Netzwerke aufgebaut werden.

Kampagne

EMINA PUTZT Vorurteile weg! Frauen mit Migrationshintergrund für qualifizierte Positionen. Mehr Infos zur Kampagne hier.

Querverweis

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte – Hintergrundinformationen

Verschiedene Studien informieren zur Beschäftigungssituation von Menschen mit Migrationshintergrund.

Praxistipps

Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die berufliche Integration von erwachsenen Migrantinnen und Migranten zu stärken und das Handlungsfeld Interkulturelle Öffnung zu koordinieren.

Das Förderkonzept „KOMM-IN NRW – Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit“ unterstützt die Kommunen bei der Aufgabe, Prozesse in der kommunalen Integrationsarbeit zu optimieren.

Zentrum Frau in Beruf und Technik • Telefon: 02305 92150-10 • Telefax: 02305 92150-49 • Erinstraße 6 • 44575 Castrop-Rauxel • Internet: www.zfbt.de • E-Mail: zfbt@zfbt.de