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Zielgruppen
Unterstützung für Zuwanderinnen

In der Regel haben Migrantinnen es auf dem Arbeitsmarkt schwerer, eine angemessene Beschäftigung zu finden und sind weitaus öfter von Erwerbslosigkeit betroffen als Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte. Im Rahmen von Netzwerk W ist mit dem Infodienst migra-info eines der ersten Webangebote für neu zugewanderte Frauen entstanden. Weitere Netzwerke W bauen vor Ort durch Netzwerkarbeit die Unterstützungsleistungen für Migrantinnen aus. Migrantinnen werden zu Lotsinnen für den Wiedereinstieg in der Stadtteilarbeit geschult. Sie öffnen anderen Frauen durch Information über den Service und die Leistungen der Agenturen, Jobcenter und Beratungsstellen neue Wege in den Beruf. Kooperationen zum Beispiel mit dem Quartiersmanagement, den Familienzentren und weiteren sozialen Diensten im Sozialraum werden aufgebaut. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Beratungs- und Bildungsarbeit für die Zielgruppe vernetzen sich neu und entwickeln Prozessketten zur Optimierung geeigneter Unterstützungsleistungen. Andere wiederum sensibilisieren Unternehmen für die Potentiale von Migrantinnen.

Expertinnen-Interview
Migrantinnen als Wiedereinsteigerinnen in die Pflege gewinnen

Herzlich Willkommen in der AltenpflegeMit dem Projekt „Herzlich Willkommen in der Altenpflege“ hat das Netzwerk W Bonn ein praxisnahes, persönlich orientiertes Ansprachekonzept entwickelt, um Migrantinnen für das Berufsfeld der Altenpflege zu gewinnen: Fachkräfte mit Migrationshintergrund werden als Mentorin geschult und bieten interessierten Migrantinnen einen Einblick in Beruf und Arbeitsalltag. Im Interview erläutert Edith Kühnle, Netzwerk W-Partnerin und Geschäftsführerin des Bonner Vereins für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V., Konzept und Erfahrungen. Das Projekt zeigt Wege zur Fachkräftegewinnung und lässt sich auch auf andere Kommunen oder Fachseminare zur Ausbildung von Pflegekräften übertragen.


Musterhandbuch für die Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund
Ein Handbuch zur Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund ist vom Netzwerk W in Hamm entwickelt und vom JobCenter Hamm federführend koordiniert worden. Aufgrund vielfacher Nachfragen stellt Netzwerk W das Handbuch als interaktive Mustervorlage bereit und regt explizit zum Nachahmen und Kopieren an. Der Aufbau des Handbuches folgt einer typischen Beratungssituation und beginnt mit einem umfassenden Fragebogen zur persönlichen Situation der zu beratenden Frauen. Die Mustervorlage lässt sich auf andere Regionen übertragen. Netzwerke W können so ihre eigene Lose-Blatt-Sammlung zur Beratung von Migrantinnen zusammenstellen.


Migra-Info: Video erklärt, wie berufliche Anerkennung in NRW funktioniert
Im Rahmen des IQ-Netzwerks NRW hat das Bonner Bildungswerk für Friedensarbeit ein Video zum Thema Anerkennung erstellt. In leicht verständlicher Form werden wesentliche Informationen in Dialogform vermittelt: Allgemeines zum Thema Anerkennung, Anerkennung von Schulabschlüssen, Studium, Berufliche Anerkennung. Im Serviceteil sind Links und Downloads zu den einzelnen Inhalten zu finden. Die Informationen sind in sieben Sprachen übersetzt (arabisch englisch, französisch, polnisch, russisch, spanisch, türkisch) und können als Untertitel mitgelesen werden. „Zur beruflichen Anerkennung gibt es viel Material, häufig ist das aber sehr abstrakt. Das Video ist deshalb in interviewform und geht genau auf die Fragen ein, die Migrantinnen stellen, wenn sie zu uns in die Beratung zur beruflichen Anerkennung kommen“, so Projektleiterin und Netzwerk W-Partnerin Angelika Klotz-Groeneveld.

Ein mehrsprachiger Flyer informiert zum Portal migra-info.de und kann beim Bonner Bildungswerk für Friedensarbeit für die Öffentlichkeitsarbeit bestellt werden.


Förderangebot: Fachberatung zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen in Zusammenarbeit mit dem IQ Netzwerk NRW

Die Fachberatung zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen wird im Rahmen der Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE) angeboten. Das ESF-geförderte Förderangebot richtet sich an alle, die ihre im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen anerkennen lassen und für ihre berufliche Laufbahn nutzen wollen.


„Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ – Bundesprogramm sucht Kooperation mit Netzwerken vor Ort
Das bundesweite Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ zielt darauf ab, den Erwerbseinstieg für Mütter mit Migrationsgeschichte zu erleichtern und den Zugang zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration zu verbessern. Aus Nordrhein-Westfalen beteiligen sich knapp 20 Projekte, darunter eine Reihe von Netzwerk W-Partnerinnen. Eine Website informiert zum Programm. Netzwerke W, die an einer Kooperation interessiert sind, finden die lokalen Projekte und Ansprechpersonen in der Rubrik Standorte/Projektprofile.


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