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Zielgruppen
Geflüchtete Frauen mit guter Bleibeperspektive

Für die nordrhein-westfälische Landespolitik ist es ein wichtiges Anliegen, geflüchtete Menschen mit guter Bleibeperspektive in die Gesellschaft - und damit auch in Arbeit und Ausbildung zu integrieren. Das gilt selbstverständlich auch für geflüchtete Frauen (und Mädchen), die etwa ein Drittel der Geflüchteten ausmachen. Diese sehr unterschiedliche und bislang wenig berücksichtigte Zielgruppe hat nicht zuletzt deshalb besondere Relevanz, weil sie häufig im Familienzusammenhang kommt und für die mit ihnen geflüchteten Kinder besondere Verantwortung trägt. Die Möglichkeit (und Notwendigkeit) zur Erwerbsbeteiligung entscheidet auch für geflüchtete Frauen darüber, ob ihre Integration gelingt und die mit der Zuwanderung verbundenen Chancen genutzt werden können.

Die Landesinitiative Netzwerk W fördert regionale und lokale Aktivitäten, die die Zielgruppe der geflüchteten (Familien-)Frauen in den Fokus nehmen und Maßnahmen und Aktionen zur Unterstützung ihrer beruflichen Orientierung und Qualifizierung entwickeln und erproben.

Im aktuellen Förderjahr engagiert sich knapp die Hälfte der insgesamt 40 aktiven Netzwerke W für die Zielgruppe der geflüchteten Frauen in NRW. Nicht selten füllen sie mit ihren Aktivitäten Lücken oder ergänzen, wo es an zielführenden Möglichkeiten fehlt, sei es bei der Herstellung von Transparenz zu vorhandenen Angeboten, bei der Kooperation und Vernetzung von Akteuren, Initiativen und Ehrenamtlichen, aber auch bei der Klärung der Frage, wer sind vor Ort die geflüchteten Frauen, welche Kompetenzen, welche Erwerbsorientierung bringen sie mit und vor allem: welche Unterstützung wird gebraucht, damit sie tatsächlich wirkt und ankommt?

Netzwerk W- Aktivitäten und Ergebnisse 2016/2017

Termine und Veranstaltungen 2017

Netzwerk W Kreis Lippe:
Infotag für geflüchtete Frauen und Migrantinnen, 17. Oktober 2017, Detmold


Netzwerk W Euskirchen:
Handwerkszeug für Berater*innen und Gruppenleiter*innen , Fachworkshops:
26. Oktober 2017: Frauen mit Fluchtgeschichte im Asylverfahren


Produkte

Weibliche Flüchtlinge: Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen in Deutschland. Untersuchung zu Lebenssituation und Erwerbsorientierung von geflüchteten Frauen und MütternNetzwerk W Rhein-Erft-Kreis: Weibliche Flüchtlinge: Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen in Deutschland. Untersuchung zu Lebenssituation und Erwerbsorientierung von geflüchteten Frauen und Müttern


 

Begleitheft für GeflüchteteNetzwerke W Bonn/Rhein-Sieg: Die Netzwerke W Bonn/Rhein-Sieg haben ein Begleitheft für geflüchtete Frauen und unterstützende Akteurinnen und Akteure entwickelt, um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren. Das Heft stieß in der Region auf große Nachfrage und wird in der aktuellen Förderphase optimiert.

 

Info-Café für FrauenNetzwerk W Düsseldorf: Info-Café für Frauen, eine neu entwickelte Arbeitshilfe richtet sich insbesondere an Ehrenamtliche, damit sie geflüchtete Frauen bei ihrem Zugang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt kompetent unterstützen können.



 

Netzwerke W Leverkusen/ Köln: Geflüchtete Frauen – Integration in den Arbeitsmarkt, Dokumentation zur Veranstaltung

 

Netzwerk W Bielefeld: Schulungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit, Wegweiser für Geflüchtete


Netzwerke W Bottrop, Gelsenkirchen, Recklinghausen:
Fachforum und Workshops zur Unterstützung des (Wieder-) Einstiegs von Frauen mit Fluchthistorie, Broschüre

 

Netzwerke W Kleve und Wesel: Workshop für in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich Aktive „Startklar in den Beruf - Potenziale von Frauen mit Fluchterfahrung früh erkennen"


Archiv

Netzwerk W Olpe: Wege zur (Arbeitsmarkt-) Integration für geflüchtete Frauen, 2016

 

Netzwerk W Kreis Euskirchen: „Handwerkszeug für BerateInnen und GruppenleiterInnen“ 2016

 

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge: Warum sie zum Motor im Integrationsprozess werden können - Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen
Im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine umfassende qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von weiblichen Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive durchgeführt worden. Die Pilotstudie des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis gibt zugleich eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure. Die Ergebnisse überraschen und zeigen: Die Orientierung auf Bildung und Berufstätigkeit ist hoch und für fast alle Befragten, darunter die Hälfte Mütter, selbstverständlich. So wollen 94 Prozent der Frauen arbeiten und sie verstehen Berufstätigkeit als Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Untersuchung basiert auf insgesamt 40 leitfadengestützte Interviews mit Frauen, die aufgrund des Herkunftslandes hohe Bleibeperspektive haben.

 

Geflüchtete Frauen in NRW: RefuShe - App informiert zu Grundrechten und Hilfe bei Gewalt
Mit einer in Deutschland einzigartigen App verstärkt NRW sein Engagement für geflüchtete Frauen. ,RefuShe‘ bietet leicht verständliche Informationen unter anderem über Lebensweise und Gesellschaft in Deutschland, Grundwerte wie Gleichstellung und Selbstbestimmung sowie Hilfeangebote bei Gewalt. Die App kann kostenlos über den google Playstore heruntergeladen werden und steht in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu) zur Verfügung. Fachkräfte, Ehrenamtliche und Organisationen, die in der Flüchtlings- oder Frauenhilfe tätig sind, können auf die App verweisen und geflüchtete Frauen darüber informieren.

Linktipps und Hintergrundinformationen

Broschüre „Perspektiven bieten. So gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen.
Mit der Praxishilfe "Perspektiven bieten – so gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen" wollen Bundesfamilienministerium und DIHK die Potenziale geflüchteter Frauen und Mütter als künftige Mitarbeiterinnen in Unternehmen aufzeigen. Unternehmer, Berater und Multiplikatoren finden darin hilfreiche Informationen, Praxistipps sowie passende Ansprechpersonen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen.

Geflüchtete Menschen in Deutschland: Studien belegen hohe Bildungs- und Erwerbsorientierung
Die seit 2013 eingereisten Geflüchteten zeigen eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Die häufigsten Fluchtursachen sind Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 2300 geflüchteten Menschen über 18 Jahren, die gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt wurde. Eine qualitative IAB-Studie belegt ebenfalls eine hohe Erwerbs- und Bildungsorientierung und zwar bei Frauen wie bei Männern. Der IAB-Forschungsbericht 5/2017 untersucht, wie Arbeitsagenturen interne Strukturen schaffen und externe Kooperationen eingehen, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es werden verschiedene Wege in den Arbeitsmarkt aufgezeigt. Dabei ist der persönliche Kontakte zwischen Flüchtlingen und Arbeitgebern von besonderer Bedeutung für die Aufnahme einer Arbeit oder einer Ausbildung.

Integration von Geflüchteten und die Bedeutung von Initiativen und ehrenamtlichem Engagement – Kooperation und Vernetzung notwendig
Das freiwillige Engagement unterstützt die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft, die Arbeit von Ehrenamtlichen hat eine wichtige Brückenfunktion. Erste Studien belegen die Bedeutung dieses Engagements und untersuchen die entstandenen Kooperationsmodelle und neuen Vernetzungen. Auch im Rahmen von Netzwerk W werden eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um die Arbeit von Ehrenamtlichen für die Gruppe der geflüchteten Frauen gendersensibel zu professionalisieren und mit Blick auf deren Berufs- und Beschäftigungsorientierung zu stärken. Eine Broschüre der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW, informiert ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Angebot der Arbeitsagenturen.

Gut zu wissen – Weitere Service-Links