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Zielgruppen
Geflüchtete Frauen mit guter Bleibeperspektive

Für die nordrhein-westfälische Landespolitik ist es ein wichtiges Anliegen, geflüchtete Menschen mit guter Bleibeperspektive in die Gesellschaft - und damit auch in Arbeit und Ausbildung zu integrieren. Das gilt selbstverständlich auch für geflüchtete Frauen (und Mädchen), die etwa ein Drittel der Geflüchteten ausmachen. Diese sehr unterschiedliche und bislang wenig berücksichtigte Zielgruppe hat nicht zuletzt deshalb besondere Relevanz, weil sie häufig im Familienzusammenhang kommt und für die mit ihnen geflüchteten Kinder besondere Verantwortung trägt. Die Möglichkeit (und Notwendigkeit) zur Erwerbsbeteiligung entscheidet auch für geflüchtete Frauen darüber, ob ihre Integration gelingt und die mit der Zuwanderung verbundenen Chancen genutzt werden können.

Die Landesinitiative Netzwerk W fördert regionale und lokale Aktivitäten, die die Zielgruppe der geflüchteten (Familien-)Frauen in den Fokus nehmen und Maßnahmen und Aktionen zur Unterstützung ihrer beruflichen Orientierung und Qualifizierung entwickeln und erproben.

Netzwerk W- Aktivitäten und Ergebnisse

Produkte und Veröffentlichungen

Begleitheft für GeflüchteteEine Hilfe für den Einstieg in den Beruf. Begleitheft für Geflüchtete und Akteure – optimierte Ausgabe zum Herunterladen. Handlungsempfehlung für die Praxis

Um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren, haben die Netzwerke W Bonn /Rhein-Sieg ein Begleitheft für Geflüchtete entwickelt. Das Begleitheft wurde überarbeitet und steht jetzt als optimierte und beschreibbare Digital-Ausgabe zum Herunterladen bereit. Es richtet sich an Geflüchtete und unterstützt auch haupt- und ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure bei der Begleitung in Arbeit und Gesellschaft. Eine zusätzliche Handlungsempfehlung informiert zum effizienten Einsatz in der Praxis.

 

Netzwerk W-Studie zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck - Fakten, Zahlen, Beispiele, HandlungsempfehlungenNetzwerk W-Studie zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck - Fakten, Zahlen, Beispiele, Handlungsempfehlungen

Weibliche Geflüchtete in den Blick nehmen, das ist die erste und wichtigste Handlungsempfehlung an alle Akteurinnen und Akteure, die sich mit der Integration von Geflüchteten beschäftigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Netzwerke W Wuppertal, Solingen und Remscheid zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck. Neben Zahlen, Fakten und Handlungsempfehlungen gibt es sieben Kurzporträts zu geflüchteten Frauen.

 

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche FlüchtlingeNetzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge: Warum sie zum Motor im Integrationsprozess werden können - Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen

Im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine umfassende qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von weiblichen Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive durchgeführt worden. Die Pilotstudie des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis gibt zugleich eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure. Die Orientierung auf Bildung und Berufstätigkeit ist hoch und für fast alle Befragten, darunter die Hälfte Mütter, selbstverständlich. So wollen 94 Prozent der Frauen arbeiten und sie verstehen Berufstätigkeit als Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit.

 

Entwicklung von innovativen Angeboten zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen mit Fluchthistorie“, Fachforum QUAFFEL der Netzwerke W Bottrop, Recklinghausen, Gelsenkirchen – Grußwort des GleichstellungsministeriumsEntwicklung von innovativen Angeboten zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen mit Fluchthistorie“, Fachforum QUAFFEL – Grußwort des Gleichstellungsministeriums

Auf dem gemeinsamen 10. Fachforum Quaffel präsentierten die Netzwerke W Bottrop, Gelsenkirchen und Recklinghausen Analyseergebnisse und Praxisbeispiele zur beruflichen Integration von geflüchteten Frauen und stellten Handlungsempfehlungen zur Umsetzung von innovativen Ansätzen in der Region zur DiskussionDiane Jägers (rechts im Bild), Abteilungsleiterin Gleichstellung im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG), begrüßte die rund 70 teilnehmenden Expertinnen und Akteurinnen und Akteure aus der Region.

 

Info-Café für FrauenNetzwerk W Düsseldorf: Info-Café für Frauen, eine neu entwickelte Arbeitshilfe richtet sich insbesondere an Ehrenamtliche, damit sie geflüchtete Frauen bei ihrem Zugang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt kompetent unterstützen können.



 

Netzwerke W Leverkusen/ Köln: Geflüchtete Frauen – Integration in den Arbeitsmarkt, Dokumentation zur Veranstaltung

 

Netzwerk W Bielefeld: Schulungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit, Wegweiser für Geflüchtete

 

Netzwerke W Kleve und Wesel: Workshop für in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich Aktive „Startklar in den Beruf - Potenziale von Frauen mit Fluchterfahrung früh erkennen"


Archiv

Termine 2017

 

PerMenti – Betriebliches Mentoring-Programm für qualifizierte geflüchtete Frauen
Das Dortmunder Mentoring-Programm richtet sich an geflüchtete Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss und/oder Berufserfahrung, die sich weiterbilden und berufstätig sein wollen. Sie werden bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer beruflichen Ziele bereits in der Phase unterstützt, in der sie noch Deutsch lernen und in der ihre Abschlüsse aus dem Heimatland noch nicht anerkannt sind. Dazu werden maßgeschneiderte Hospitationen/Praktika im ehemaligen oder gewünschten Tätigkeitsfeld vermittelt und durch eine Mentorin eng begleitet. Neben den berufsbezogenen Aktivitäten werden Netzwerktreffen, Qualifizierungsveranstaltungen und Sprachtrainings organisiert. Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet und wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung gefördert.

Geflüchtete Frauen in NRW: RefuShe - App informiert zu Grundrechten und Hilfe bei Gewalt
Mit einer in Deutschland einzigartigen App verstärkt NRW sein Engagement für geflüchtete Frauen. ,RefuShe‘ bietet leicht verständliche Informationen unter anderem über Lebensweise und Gesellschaft in Deutschland, Grundwerte wie Gleichstellung und Selbstbestimmung sowie Hilfeangebote bei Gewalt. Die App kann kostenlos über den google Playstore heruntergeladen werden und steht in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu) zur Verfügung. Fachkräfte, Ehrenamtliche und Organisationen, die in der Flüchtlings- oder Frauenhilfe tätig sind, können auf die App verweisen und geflüchtete Frauen darüber informieren.

Linktipps und Hintergrundinformationen

Broschüre „Perspektiven bieten. So gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen.
Mit der Praxishilfe "Perspektiven bieten – so gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen" wollen Bundesfamilienministerium und DIHK die Potenziale geflüchteter Frauen und Mütter als künftige Mitarbeiterinnen in Unternehmen aufzeigen. Unternehmer, Berater und Multiplikatoren finden darin hilfreiche Informationen, Praxistipps sowie passende Ansprechpersonen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen.

Geflüchtete Menschen in Deutschland: Studien belegen hohe Bildungs- und Erwerbsorientierung
Die seit 2013 eingereisten Geflüchteten zeigen eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Die häufigsten Fluchtursachen sind Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 2300 geflüchteten Menschen über 18 Jahren, die gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt wurde. Eine qualitative IAB-Studie belegt ebenfalls eine hohe Erwerbs- und Bildungsorientierung und zwar bei Frauen wie bei Männern. Der IAB-Forschungsbericht 5/2017 untersucht, wie Arbeitsagenturen interne Strukturen schaffen und externe Kooperationen eingehen, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es werden verschiedene Wege in den Arbeitsmarkt aufgezeigt. Dabei ist der persönliche Kontakte zwischen Flüchtlingen und Arbeitgebern von besonderer Bedeutung für die Aufnahme einer Arbeit oder einer Ausbildung.

Integration von Geflüchteten und die Bedeutung von Initiativen und ehrenamtlichem Engagement – Kooperation und Vernetzung notwendig
Das freiwillige Engagement unterstützt die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft, die Arbeit von Ehrenamtlichen hat eine wichtige Brückenfunktion. Erste Studien belegen die Bedeutung dieses Engagements und untersuchen die entstandenen Kooperationsmodelle und neuen Vernetzungen. Auch im Rahmen von Netzwerk W werden eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um die Arbeit von Ehrenamtlichen für die Gruppe der geflüchteten Frauen gendersensibel zu professionalisieren und mit Blick auf deren Berufs- und Beschäftigungsorientierung zu stärken. Eine Broschüre der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW, informiert ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Angebot der Arbeitsagenturen.

Gut zu wissen – Weitere Service-Links