Sonderthema
Wiedereinstieg im demografischen Wandel

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat viele Facetten, doch wird dabei in erster Linie an die Betreuung von Kindern gedacht. Viele Frauen und Männer haben jedoch längst ein ganz anderes Vereinbarkeitsproblem, weil sie ihre Eltern, Schwiegereltern oder Partner/innen pflegen und versorgen müssen. In einer alternden Gesellschaft wird es zunehmend von Bedeutung sein, wie der Spagat zwischen Beruf und Pflege, Erwerbstätigkeit und Sorge für pflegebedürftige Angehörige gelingt. Dafür werden kluge Ideen, flexible Unterstützungssysteme und funktionierende Pflegearrangements gebraucht. Die Herausforderungen der Demografie und einer alternden Gesellschaft sind zugleich eng verknüpft mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit. Meist pflegen Frauen ihre Eltern oder Schwiegereltern. Dafür geben sie oft ihren Beruf auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit. Erwerbsfähige Mütter im mittleren Alter, die sich jahrelang um Kinder gekümmert und beruflich gerade wieder Fuß gefasst haben, sind mit pflegebedürftigen Angehörigen konfrontiert. Kommt nach der „Kinderfalle“ die „Pflegefalle“? Netzwerk W Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich intensiv mit Fragen der Berufsrückkehr im demografischen Wandel beschäftigt: Gefragt sind tragfähige Konzepte für eine alternde Gesellschaft

 

Beispiele für Aktivitäten, Kontakte und Links

Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Soest, Kreis Olpe
Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, Fachveranstaltungen in 2012

Ennepe-Ruhr
„Zwischen Pflegebett und Büro.“ Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für Unternehmen; Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit/Flyer; Tagungsdokumentation „Zwischen Pflegebett und Büro“; Pilotstudie zu Chancen von Berufsrückkehrerinnen in den Märkten Pflege und haushaltsnahe Dienstleistungen

Wuppertal
Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – geht das? Tagung und Kurzdokumentation

Netzwerk W: Informationskampagne will enttabuisieren

Zum großen Zukunftsthema „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ hat das Netzwerk W Ennepe-Ruhr eine breit angelegte Informationskampagne gestartet, die von der Landesinitiative Netzwerk W gefördert wird und unter der Schirmherrschaft des Kreises steht. Vor allem Unternehmen, aber auch Beschäftige, pflegende Angehörige und Multiplikator/innen sollen sensibilisiert und für mehr Offenheit gewonnen werden. Die Kampagne ist landesweit die erste Initiative, die das Thema „Beruf und Pflege“ öffentlichkeitswirksam aufgreift und zusammen mit Unternehmen und Betroffenen entwickelt wurde. Bericht, Interview und eine Fotogalerie informieren über die Kampagne.

Querverweis : WZBrief Arbeit zum Thema Pflege und Arbeit

Etwa 2,1 Millionen Erwerbstätige in Deutschland betreuen einen pflegebedürftigen Menschen. Im WZBrief Arbeit desWissenschaftszentrums Berlin wird gezeigt, wie sehr ein geringes Einkommen und die fehlende Anerkennung der Pflegetätigkeit am Arbeitsplatz die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf erschweren. Der WZBrief Arbeit informiert aktuell und kompakt über ein Thema aus der Arbeitsforschung am WZB. Er erscheint mehrmals im Jahr in elektronischer Form.

INQA-Broschüren

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) veröffentlicht regelmäßig Berichte und Broschüren zum Thema demografischer Wandel.

Zentrum Frau in Beruf und Technik • Telefon: 02305 92150-10 • Telefax: 02305 92150-49 • Erinstraße 6 • 44575 Castrop-Rauxel • Internet: www.zfbt.de • E-Mail: zfbt@zfbt.de