Themendossier
Beratung und Unterstützungsleistungen verbessern

Viele junge Mütter steigen heute nach kurzer Erwerbsunterbrechung wieder in den Beruf ein. Sie sind gut ausgebildet, informiert und wissen, was sie wollen. Doch für viele Frauen, die nach einer mehrjährigen Familienpause in den Beruf zurückkehren möchten, ist der Bedarf an Orientierung und Beratung hoch. Vor der zielgerichteten Beratung für eine Arbeitsaufnahme steht deshalb häufig eine Phase der Orientierung, verbunden mit der Wahrnehmung eigener Stärken und Kompetenzen. Fallmanager/innen, Arbeitsvermittler/innen und andere in der Beratung Tätige haben deshalb die Gesamtsituation der Rückkehrenden in den Blick zu nehmen, um gemeinsam praktikable und nachhaltige Wiedereinstiegswege zu entwickeln. Die Beratungsleistungen für Wiedereinsteigerinnen durch verstärkte Zusammenarbeit der Beraterinnen und Berater vor Ort zu verbessern steht im Fokus mehrerer Netzwerk W-Partnerschaften.

Um Beratungs- als auch andere Leistungen für Wiedereinsteigerinnen zu verbessern braucht es einen differenzierten Blick auf die heterogene Gruppe der Berufsrückkehrenden. Über Motive, Ausgangslagen und Wünsche der „Stillen Reserve“ gibt der Datenreport der Landesregierung Auskunft.

Beispiele für Aktivitäten, Kontakte und Links

  • Kleve und Wesel
    Broschüre „Vom Start weg gut beraten.“ Grundsätzliches und Alltagspraxis für Beratende von Berufsrückkehrerinnen
  • Essen
    Partner des Bundesprogramms Perspektive Wiedereinstieg – Modellprojekt Entwicklung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten
  • Mönchengladbach, Köln
    Erstellung von Praxisordnern für Beraterinnen und Berater des beruflichen Wiedereinstiegs zur Förderung der fachlichen Vernetzung
  • Minden-Lübbecke
    Praxiskoffer Wiedereinstieg – praktische Übungsmodule als Kompetenztext für unterschiedlichen Berufe
  • Rhein-Kreis Neuss
    Aufbau eines kreisweiten Beratungsnetzwerkes und Entwicklung eines Lotsenportals
  • Euskirchen, Köln, Rheinisch-Bergischer Kreis, Olpe, Bielefeld
    Schulungen für Beraterinnen und Berater und Förderung des Austauschs
  • Emscher-Lippe-Region/Recklinghausen, Gelsenkirchen
    Vernetzung der Beratungseinrichtungen für die Beratung von Migrantinnen; Entwicklung einer praktikablen Dokumentationsform (Beratungsmappe)
  • Märkischen Kreis
    Untersuchung zu Ausgangslagen für Wiedereinsteigerinnen im Märkischen Kreis; Entwicklung von Handlungsempfehlungen

Gut beraten – Leitfaden zur Beratung von Berufsrückkehrerinnen

Der Bedarf an Orientierung und Beratung ist bei Wiedereinsteigerinnen oft sehr hoch. Die Netzwerkpartner in Kleve und Wesel haben Grundsätzliches und Alltagspraxis für Beratende von Berufsrückkehrerinnen zusammengefasst. Der Leitfaden basiert auf einer Schulung mit Gerlinde Tafel (Institut für Bildung, Beratung und Innovation Basel) und fasst die wichtigsten Erkenntnisse für den Beratungsalltag zusammen. Interviews mit FallmanagerInnen konfrontieren Theorie mit Beratungspraxis und rücken berufliches Engagement und Wertschätzung für den zu beratenden Menschen in rechte Bild.

Forum W mit Wegweiser für Beraterinnen und -Berater

Im Landesportal Forum W gibt es jetzt einen zusätzlichen Wegweiser für die Beratungspraxis zur Berufsrückkehr. So werden auch diejenigen unterstützt, die Wiedereinsteigerinnen begleiten und beraten. Die Informationen sind nach Stichworten sortiert :Von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zeugnisanerkennung. Beraterinnen und Berater sind eingeladen, an der Weiterentwicklung dieser Rubrik mitzuwirken.

WiedereinstiegsLOTSIN

Die „WiedereinstiegsLOTSIN“, ein Projekt des Katholischen Deutschen Frauenbunds, regt in der Planungs- oder Anfangsphase des beruflichen Wiedereinstiegs zur Selbstreflexion und zum kritischen Austausch mit Freundinnen, der Familie oder dem Partner an. Die Publikation unterstützt Frauen bei der Wahl des für sie passenden Wegs zum Wiedereinstieg.

Wiedereinstiegsrechner

Mit dem „Wiedereinstiegsrechner“ steht ein Instrument zur Verfügung, um zu errechnen, welches Einkommen Wiedereinsteigerinnen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung in ihrem Beruf erwarten können. Zugleich bietet der Wiedereinstiegsrechner einige wichtige Anhaltspunkte für Gehaltsverhandlungen.

Mit dem FamCompass Familienkompetenzen beruflich nutzen

Der „FamCompass” dokumentiert Kompetenzen, die Frauen in der Familienarbeit, bei Betreuung, Erziehung und Pflege erworben haben. Damit soll ihnen der Zugang zum Berufsleben – insbesondere im sozialen und pädagogischen Bereich – erleichtert werden. Mehr dazu auf Forum W:

 

Zentrum Frau in Beruf und Technik • Telefon: 02305 92150-10 • Telefax: 02305 92150-49 • Erinstraße 6 • 44575 Castrop-Rauxel • Internet: www.zfbt.de • E-Mail: zfbt@zfbt.de