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Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Qualifizierter Wiedereinstieg in den Beruf und existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern – Landesinitiative Netzwerk W fördert 2017 landesweit Aktivitäten von 39 Netzwerken

Die Landesinitiative Netzwerk W geht in diesem Jahr in die zehnte Runde und fördert wieder Aktivitäten zum qualifizierten beruflichen Wiedereinstieg. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) hat nach Begutachtung der Interessenbekundungen 39 Träger ausgewählt und aufgefordert, einen Förderantrag zu stellen. Damit werden in diesem Jahr insbesondere Aktivitäten und Maßnahmen unterstützt, die sich auf die Schwerpunkte Transparenz, Kooperation und zielgruppenorientierte Angebote, darunter vor allem für Alleinerziehende und geflüchtete Frauen mit guter Bleibeperspektive, konzentrieren. Die Partnerinnen und Partner in den lokalen Netzwerken bündeln das Fach-Wissen und stärken die Zusammenarbeit bei der Umsetzung vor Ort. Produkte und Ergebnisse stehen für den landesweiten Transfer bereit und werden auf dieser Website dokumentiert.

Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Im Rahmen von Netzwerk W sind einige Informationsvideos zum beruflichen Wiedereinstieg entstanden und auf Youtube eingestellt. Neu hinzugekommen ist ein Video aus dem Bergischen Städtedreieck über Beispiele guter Kinderbetreuung in der Region, um den Wiedereinstieg von Familienfrauen zu unterstützen. Im Kreis Höxter informiert ebenfalls ein Video zum Wiedereinstieg und bewirbt das regionale Wiedereinstiegsportal. Das Besondere: Es bietet eine sehr übersichtliche Datenbank zu Angeboten der Kinderbetreuung in der Region.

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über Ergebnisse und Produkte

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über aktuelle Ergebnisse und Produkte

Die Landesinitiative Netzwerk W dokumentiert Ergebnisse und Produkte der Förderaktivitäten. Die Veröffentlichungen werden in der Rubrik Fachbeiträge fortlaufend dokumentiert. Eine Reihe von Wiedereinstiegslotsen und Broschüren zum Wiedereinstieg wurden auf Stand gebracht und neu aufgelegt (u.a. Leverkusen, Kreis Mettmann, Bochum Herne) und Fachkonferenzen dokumentiert (Köln/Leverkusen, Bergisches Städtedreieck). Die Netzwerke W Bonn/Rhein-Sieg haben ein Begleitheft für geflüchtete Frauen und unterstützende Akteurinnen und Akteure entwickelt, um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren. Das Netzwerk W Düsseldorf stellt eine informative Arbeitshilfe für Ehrenamtliche als PDF zum Herunterladen bereit. Das Wiedereinstiegsportal des Netzwerk W Lippe informiert ab sofort auch in Leichter Sprache für Menschen mit Handicap und geringen Deutschkenntnissen.

NRW-Nachfolgestudie zu Beschäftigten im Minijob und Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung bleibt Frauensache

NRW-Nachfolgestudie zu Beschäftigten im Minijob und Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung bleibt Frauensache

Menschen, die im Minijob beschäftigt sind, erhalten deutlich häufiger als zuvor den Mindestlohn. Aber nach wie werden ihnen ihre Rechte als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer vorenthalten. Das zeigt eine Nachfolgestudie im Auftrag des NRW-Arbeitsministeriums. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass Minijobs vorwiegend von Frauen und speziell von Frauen in Paarhaushalten ausgeübt werden, deren Partner fast immer in Vollzeit arbeiten. Im Minijob beschäftigte Frauen geben als zentralen Gründe Hinzuverdienstmöglichkeiten sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Erstaunlich auch dies: Die Mehrheit der im Minijob Beschäftigten (60 Prozent) ist mit der Anzahl der gearbeiteten Stunden zufrieden. Hierbei hat sich der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keine Veränderung wünschen von 56 Prozent in 2012 auf 60 Prozent in 2016 erhöht. Das durchschnittliche Monatseinkommen lag 2016 bei 322 Euro (2015 – 268 Euro).

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Frauen leisten täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer: Mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und Hausarbeit. Das geht aus dem Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht vor, den Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Eva Kocher vorstellte. Für die unbezahlte Sorgearbeit, die Frauen in Deutschland täglich leisten, hat die Sachverständigenkommission eine neue Kennzahl entwickelt: den Gender Care Gap, der derzeit bei 52,4 Prozent liegt. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Gutachten der Sachverständigen noch nicht erreicht. So wenden Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Frauen erzielen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission bewertet diese "Lohn- und Sorge-Lücke" als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Mit dem Titel "Frauen am Arbeitsmarkt in NRW" hat die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit eine Broschüre zum Weltfrauentag veröffentlicht. Danach profitieren Frauen in NRW stärker vom Beschäftigungsaufbau als Männer. Die Zahl sozialversicherungspflichtig weiblicher Beschäftigter stieg um 2,2 Prozent, männlicher um 1,7 Prozent. Einige "typisch weibliche" Berufe sind vom Wandel der Berufswelt besonders betroffen. Fast die Hälfte der Frauen arbeitet in Teilzeit. Notwendiger Handlungsbedarf in NRW besteht vor allem bei arbeitslosen Frauen. Über die Hälfte aller Arbeitslosen in NRW, die Tätigkeiten für An- und Ungelernte anstreben, sind Frauen. Hier besteht großer Qualifizierungsbedarf, sollen die Frauen eine nachhaltige Perspektive auf Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhalten.