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Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg – erfolgreiche Berufsrückkehr und existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern stärken – Landesinitiative Netzwerk W startet Aufruf zur Förderrunde 2017

Im Rahmen der Emanzipationspolitik des MGEPA ist die Unterstützung des nachhaltigen und qualifizierten beruflichen Wiedereinstiegs und die Stärkung einer möglichst existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Müttern nach wie vor ein zentrales Handlungsfeld. Dies betrifft klassische Berufsrückkehrerinnen ebenso wie bereits erwerbstätige Mütter (insbesondere Alleinerziehende) ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder in beruflichen Umbruch- und Neuorientierungsphasen. Berücksichtigt werden auch die Herausforderungen für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund sowie Fragen zur Vereinbarkeit Beruf und Familie / Pflege für Frauen und Männer. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) setzt die Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) im Jahr 2017 fort. Interessierte Träger sind aufgerufen eine Interessenbekundung bei der Landeskoordination einzureichen. Abgabefrist ist der 28. März 2017.

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Frauen leisten täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer: Mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und Hausarbeit. Das geht aus dem Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht vor, den Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Eva Kocher vorstellte. Für die unbezahlte Sorgearbeit, die Frauen in Deutschland täglich leisten, hat die Sachverständigenkommission eine neue Kennzahl entwickelt: den Gender Care Gap, der derzeit bei 52,4 Prozent liegt. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Gutachten der Sachverständigen noch nicht erreicht. So wenden Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Frauen erzielen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission bewertet diese "Lohn- und Sorge-Lücke" als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Mit dem Titel "Frauen am Arbeitsmarkt in NRW" hat die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit eine Broschüre zum Weltfrauentag veröffentlicht. Danach profitieren Frauen in NRW stärker vom Beschäftigungsaufbau als Männer. Die Zahl sozialversicherungspflichtig weiblicher Beschäftigter stieg um 2,2 Prozent, männlicher um 1,7 Prozent. Einige "typisch weibliche" Berufe sind vom Wandel der Berufswelt besonders betroffen. Fast die Hälfte der Frauen arbeitet in Teilzeit. Notwendiger Handlungsbedarf in NRW besteht vor allem bei arbeitslosen Frauen. Über die Hälfte aller Arbeitslosen in NRW, die Tätigkeiten für An- und Ungelernte anstreben, sind Frauen. Hier besteht großer Qualifizierungsbedarf, sollen die Frauen eine nachhaltige Perspektive auf Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhalten.

Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden

Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden – G.I.B.-Lohnhallengespräch und Netzwerk W-Aktivitäten

Ein Lohnhallengespräch der G.I.B. beschäftigte sich mit Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden, die häufiger und länger auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sind als Familien in Paarhaushalten. Nach dem Auslaufen großer bundespolitischer Programme war es das Ziel der Veranstaltung, arbeitsmarktpolitische Ansätze für die Zielgruppe in NRW aufzuzeigen und Strategien zur Verbesserung der häufig prekären Lebens- und Erwerbssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern zu diskutieren. Mit dabei waren auch Netzwerke W-Partnerinnen, die im Rahmen der Landesinitiative entwickelte Aktivitäten vorstellten. Das Netzwerk W Herne präsentierte – druckfrisch – den Herner Kompass für Alleinerziehende, der ebenso wie der Bochumer Wegweiser aktualisiert wurde und für Interessierte unter Fachbeiträge zum Herunterladen bereitsteht.

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über Ergebnisse und Produkte

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über Ergebnisse, Produkte, Videos

Die Landesinitiative Netzwerk W dokumentiert Ergebnisse und Produkte der Förderaktivitäten. Die Veröffentlichungen im Förderjahr 2016 werden in der Rubrik Fachbeiträge fortlaufend dokumentiert. Neben einer Reihe von Neuauflagen von Wiedereinstiegslotsen und Broschüren zum Wiedereinstiegsmanagement (u.a. Leverkusen, Kreis Mettmann) gibt es eine Dokumentation des Netzwerk W Steinfurt zum Thema „Lebensform Alleinerziehend“. Über Trennung, Scheidung und Wiedereinstieg informiert eine Broschüre des Netzwerk W Borken, mit mehrsprachigem Glossar. Die Netzwerke W Bonn/Rhein-Sieg haben ein Begleitheft für geflüchtete Frauen und unterstützende Akteurinnen und Akteure entwickelt, um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren. Ein neues Video informiert zum Wiedereinstieg im Kreis Höxter und bewirbt das regionale Wiedereinstiegsportal, das um eine Datenbank zu Angeboten der Kinderbetreuung erweitert wurde. Das Netzwerk W Hamm führt eine Kampagne mit Buswerbung durch.

Jobroadshow zum Wiedereinstieg

Jobroadshow zum Wiedereinstieg – Netzwerke W erproben neues Format, um Berufsrückkehrende als Fachkräfte zu gewinnen

Mit dem innovativen Format einer Jobroadshow sind zwei Netzwerke W auf Tour gegangen, um Berufsrückkehrende anzusprechen und zum Wiedereinstieg zu ermutigen. Nach dem Auftakt durch das Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis führte das Netzwerk W Kreis Borken ebenfalls eine Jobroadshow mit mehreren Stationen durch. Die Tour im Rahmen der Regionale 2016 ist nun in einem Videofilm dokumentiert und zeigt Stationen und Erfahrungen. Eingestellt ist das Video im Youtube-Kanal von Netzwerk W. Die Netzwerk W-Partnerinnen Sonja Schaten und Hilde Mußinghoff berichten über Wirkung und Erfahrungen. Bei allem Aufwand, so sind sie überzeugt, lohnt es, neue Wege in der Ansprache von Berufsrückkehrenden zu gehen.

Frauen bei der Rente weit zurück - Diskrepanz am unteren Ende der Einkommensskala besonders groß

Frauen bei der Rente weit zurück - Diskrepanz am unteren Ende der Einkommensskala besonders groß

Bei der Altersversorgung ist die Kluft zwischen Männern und Frauen in Deutschland noch deutlich größer als bei den Löhnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In der Zukunft wird der „Gender Pension Gap“ zwar schrumpfen. Doch das hat nur zum kleineren Teil mit einer besseren Altersversorgung von Frauen zu tun. Um die eigenständige Altersversorgung von Frauen weiter zu stärken, empfehlen die Forscher den Ausbau einer unterstützenden Infrastruktur für Familien. Dies würde es vor allem Frauen ermöglichen, ihre Arbeitszeit auch mit Sorgeverpflichtung aufrechtzuerhalten und Erwerbsunterbrechungen zu begrenzen. Die gesetzliche Rente, die bei Frauen der Jahrgänge 1966 bis 1970 im Schnitt bei knapp über 700 Euro liegen wird, dürfte allein kaum vor Altersarmut schützen – so ein Fazit.
Eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zeigt, dass Frauen über ein gesamtes Erwerbsleben hinweg durchschnittlich fast 50 Prozent weniger Einkommen ansammeln als Männer.

Teilzeitarbeit: 81 Prozent Frauen, in Leitungsjobs selten – flexible Arbeitszeiten können Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt verstärken

Teilzeitarbeit: 81 Prozent Frauen, in Leitungsjobs selten – flexible Arbeitszeiten können Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt verstärken

Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit helfen dabei, Berufstätigkeit und Familie besser zu vereinbaren. Doch sie können zum Problem für die Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt werden, wenn sie nur von bestimmten Beschäftigtengruppen genutzt werden und gleichzeitig negative Konsequenzen für das berufliche Fortkommen haben. Beides ist in Deutschland trotz einiger Fortschritte noch oft der Fall, zeigt eine neue Studie von Dr. Yvonne Lott, Arbeitszeitexpertin der Hans-Böckler-Stiftung: 80,8 Prozent der Teilzeitbeschäftigten waren 2015 Frauen. Auf Leitungspositionen wird Teilzeitarbeit von deutschen Unternehmen meist nicht möglich gemacht, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit Management- oder weitergehenden Führungsaufgaben lag zuletzt zusammengenommen bei knapp 11 Prozent, bei herausgehobenen Führungsposten sogar bei nur 6,5 Prozent.

Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden

Mehr Partnerschaftlichkeit wagen. OECD-Studie zu Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf in Deutschland und im internationalen Vergleich

Was sind die Hintergründe und entscheidenden Fragen bei der Förderung einer partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Familie und Beruf in Deutschland? Dieser Frage geht die aktuelle OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf in Deutschland“ nach. Dieser Bericht soll die Politikverantwortlichen in Deutschland darin bestärken, die wichtigen seit Mitte der 2000er Jahre eingeleiteten Reformen weiterzuführen, um die Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Pflichten für Väter und Mütter zu verbessern. Für die Familien heißt das: „Mehr Partnerschaftlichkeit wagen“. Die deutschen Erfahrungen werden dabei im internationalen Vergleich untersucht, u.a. mit Blick auf Frankreich und die nordischen Länder, die seit langem eine Politik zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Stärkung der Geschlechtergleichstellung verfolgen.