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Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge: Warum sie zum Motor im Integrationsprozess werden können - Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen

Im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine umfassende qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von weiblichen Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive durchgeführt worden. Die Pilotstudie des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis gibt zugleich eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure. Die Ergebnisse überraschen und zeigen: Die Orientierung auf Bildung und Berufstätigkeit ist hoch und für fast alle Befragten, darunter die Hälfte Mütter, selbstverständlich. So wollen 94 Prozent der Frauen arbeiten und sie verstehen Berufstätigkeit als Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Untersuchung basiert auf insgesamt 40 leitfadengestützte Interviews mit Frauen, die aufgrund des Herkunftslandes hohe Bleibeperspektive haben.
Im Dossier „geflüchtete Frauen“ informiert die Landeskoordination fortlaufend zu aktuellen Netzwerk W-Aktivitäten. Veröffentlichungen und Handreichungen, Tipps und Servicelinks zum Thema stehen hier für Interessierte und Fachberaterinnen und -Berater zur Verfügung.

Familien-Navi

Familienkalender 2018 informiert zum beruflichen Wiedereinstieg im Ennepe-Ruhr Kreis – Familien-Navi erstmals auch als Onlineversion

Das Netzwerk W Ennepe-Ruhr hat für 2018 wieder das erfolgreiche Format des Familienkalenders aufgelegt – den Kalender gibt es jetzt allerdings nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als Familien-Navi in einer Online-Version. Leicht zugänglich und inzwischen zum fünften Mal bietet der Kalender umfangreiche Informationen rund um den Start ins Berufsleben und den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, die Aus- und Weiterbildung sowie die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit Kindern und zu pflegenden Angehörigen. Für die Mitglieder des Netzwerkes ist der Kalender seit der ersten Auflage 2014 ein wichtiger Baustein für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Auflage liegt bei 12.000 Exemplaren und wird im Ennepe-Ruhr-Kreis etwa an Rathäusern, Kindertagesstätten oder Jobcentern ausgelegt. Zum zehnjährigen Bestehen des regionalen Netzwerks W findet am 12. Dezember 2017 eine Fachtagung statt, u.a. mit einem Vortrag von Prof Dr. Ute Klammer, Uni Duisburg, zum Thema „Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten“.

Für die Beschäftigungschancen von Hartz-IV-Bezieherinnen spielt auch der Partner eine Rolle

Für die Beschäftigungschancen von Hartz-IV-Bezieherinnen spielt auch der Partner eine Rolle

Die Erwerbschancen von Frauen, die Grundsicherung beziehen, sind zumindest in Westdeutschland besonders gering, wenn sie über wenig persönliche Erwerbserfahrung oder keinen Schulabschluss verfügen. Wie ein Beitrag im IAB-Forum zeigt, spielen dabei auch Erwerbserfahrung und Bildungsstand des Partners eine Rolle. Im Fazit heißt es: Frauen aus Haushalten, in denen die vormalige Arbeitsteilung zwischen den Partnern tendenziell dem des männlichen Alleinverdieners entsprach, bedürften besonderer Unterstützung bei der Arbeitssuche. So sei es wichtig, die Arbeitsteilung in der Partnerschaft nicht als gegeben hinzunehmen, sondern in Beratungsgesprächen konkret nach den Erwerbsvorstellungen und -wünschen der Frauen zu fragen und mögliche Alternativen aufzuzeigen.

Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Qualifizierter Wiedereinstieg in den Beruf und existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern – Landesinitiative Netzwerk W 2017

Die Landesinitiative Netzwerk W geht in diesem Jahr in die zehnte Runde und fördert wieder Aktivitäten zum qualifizierten beruflichen Wiedereinstieg. Unterstützt werden insbesondere Aktivitäten und Maßnahmen, die sich auf die Schwerpunkte Transparenz, Kooperation und zielgruppenorientierte Angebote, darunter vor allem für Alleinerziehende und geflüchtete Frauen mit guter Bleibeperspektive, konzentrieren. Produkte und Ergebnisse stehen für den landesweiten Transfer bereit und werden auf dieser Website dokumentiert.
Für das zweite Halbjahr 2017 sind eine Reihe von regionalen Infotagen für Berufsrückkehrende und Fachveranstaltungen für Netzwerk W-Partner und Akteure geplant. Fortgesetzt wird insbesondere die Workshopreihe „Handwerkszeug für Berater*innen und Gruppenleiter*innen. Termine und Anmeldemöglichen finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungstipps“.

Interaktiver Gleichstellungsatlas

Interaktiver Gleichstellungsatlas. Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland online erkunden

Die digitale Version des 3. Gleichstellungsatlas steht jetzt online zur Verfügung. Basierend auf Daten der Statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamtes bietet der digitale Gleichstellungsatlas einen umfassenden Überblick über die regionalen Fortschritte bei der Umsetzung gleichstellungspolitischer Ziele und Rahmenbedingungen. Schwerpunktthemen sind: Partizipation, Bildung, Ausbildung, Berufswahl, Arbeit und Einkommen sowie Lebenswelt. So zeigt die Online-Anwendung anhand von Karten und Diagrammen, wie hoch etwa der Anteil von Frauen an Führungspositionen ist oder informiert zu den Erwerbstätigenquoten von Müttern und Vätern.

Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Im Rahmen von Netzwerk W sind einige Informationsvideos zum beruflichen Wiedereinstieg entstanden und auf Youtube eingestellt. Neu hinzugekommen ist ein Video aus dem Bergischen Städtedreieck über Beispiele guter Kinderbetreuung in der Region, um den Wiedereinstieg von Familienfrauen zu unterstützen. Im Kreis Höxter informiert ebenfalls ein Video zum Wiedereinstieg und bewirbt das regionale Wiedereinstiegsportal. Das Besondere: Es bietet eine sehr übersichtliche Datenbank zu Angeboten der Kinderbetreuung in der Region.

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Frauen leisten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vollständig veröffentlicht

Der Zweite Gleichstellungsbericht ist jetzt vollständig veröffentlicht. Er besteht aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung. Die Sachverständigenkommission empfiehlt in ihrem Gutachten, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit in der Familie und für die Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann. Sie hat dazu eine neue Kennzahl entwickelt. Den Gender Care Gap, der bei 52,4 Prozent liegt. Frauen wenden danach deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Zudem erzielen Frauen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Veröffentlicht ist nun ebenfalls die Stellungnahme der Bundesregierung. Wichtige Schritte für mehr Gleichstellung sind danach insbesondere die Aufwertung sozialer Berufe und mehr Zeitsouveränität für Familien.