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Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Familienzeit darf nicht aufs Abstellgleis führen. Lokale Netzwerke stärken mit ihren Aktivitäten den beruflichen Wiedereinstieg. Landesinitiative Netzwerk W startet Aufruf zur Förderrunde 2018

Im Rahmen der Gleichstellungspolitik des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) ist die Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs und die Stärkung einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Müttern ein wichtiges Handlungsfeld. Dies betrifft klassische Berufsrückkehrerinnen und geringfügig erwerbstätige Mütter - darunter Alleinerziehende und Frauen ohne Berufsabschluss. Berücksichtigung finden auch die besonderen Herausforderungen für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Gelingende partnerschaftliche Aushandlungsprozesse und gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie / Pflege tragen wesentlich zu einem erfolgreichen beruflichen Wiedereinstieg bei. Das Gleichstellungsministerium NRW setzt die Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) im Jahr 2018 fort. Zu den Ergebnissen der ausgewählten Interessenbekundungen informiert die Landeskoordination in Kürze hier.

Begleitheft für Geflüchtete und Akteure

Familie und Beruf gleichberechtigt vereinbaren – Partnerschaftliches Aushandlungsmanagement als Baustein im Wiedereinstieg – Netzwerk W-Broschüre

Gelingende partnerschaftliche Aushandlungsprozesse und gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen (Wieder-)Einstieg. Eine Broschüre des Netzwerk W Lippe widmet sich erstmals dem komplexen Thema „Aushandlungsmanagement im Wiedereinstiegsprozess“ und bietet einen praktischen Leitfaden zum Selbst-Coaching für junge Eltern. Dazu Netzwerk W-Koordinatorin Silke Quentmeier: Mit der Broschüre können wir erstmals einen konkreten Leitfaden für ein partnerschaftliches Aushandlungsmanagement vorlegen. Das fehlte bisher und wir hoffen, damit junge Eltern - Frauen wie Männer – zu ermutigen, über gleichberechtigte Partnerschafts- und Familienmodelle nachzudenken - und sie auch umzusetzen. Gerade hier im ländlichen Raum gibt es einigen Unterstützungsbedarf.“

Motiviert – erwerbsfähig – arbeitssuchend. Netzwerk W-Studie zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck - Fakten, Zahlen, Beispiele, Handlungsempfehlungen

Motiviert – erwerbsfähig – arbeitssuchend. Netzwerk W-Studie zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck - Fakten, Zahlen, Beispiele, Handlungsempfehlungen

Weibliche Geflüchtete in den Blick nehmen, das ist die erste und wichtigste Handlungsempfehlung an alle Akteurinnen und Akteure, die sich mit der Integration von Geflüchteten beschäftigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Netzwerke W Wuppertal, Solingen und Remscheid zur Situation geflüchteter Frauen im Bergischen Städtedreieck. Die sehr lesenswerte Veröffentlichung macht deutlich, dass es für geflüchtete Frauen bisher kaum gezielte Integrationskurse und arbeitsmarktfördernde Maßnahmen gibt. Ergänzend zeigen sieben Porträts von geflüchteten Frauen die hohe Erwerbsmotivation. Dazu Netzwerk W-Koordinatorin Christel Steylaers: „Mit der Studie wollen wir alle Bildungs- und Maßnahmeträger ermuntern, die weiblichen Geflüchteten ins Blickfeld zu nehmen und ihnen Integrationshilfen zu bieten.“

Starthilfe für (junge) Frauen zum (Wieder-)Einstieg – Wirtschaftlich unabhängig bleiben. DGB-Projekt bietet Plattform mit Webinaren

Webinar-Doku: „Sharing is caring! So geht faire Arbeitsteilung privat & im Job" – Sprungbrett-Plattform für junge Frauen

Ist der Einstieg ins Berufsleben gemeistert, stellt sich oftmals die Frage: Wie lassen sich Familie, Freizeit und Job vereinbaren? Wer macht was im Haushalt? Wer kümmert sich wie um den Nachwuchs? Wie lassen sich Aufgaben gerecht aufteilen? Häufig müssen Paare das neue Lebensmodell nicht nur in der Beziehung verhandeln, sondern auch im beruflichen Alltag verteidigen. Das Webinar „Sharing is Caring“ ist auf der Plattform „Sprungbrett“ dokumentiert, zusammen mit weiteren Tipps und Antworten von Expertinnen zur Vereinbarkeit. Die Beratungsplattform www.dein-sprungbrett.info bietet in Webinaren qualifizierte Beratung und wurde im Kooperationsprojekt „Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“ des DGB Bundesvorstands und des Bundesfamilienministeriums entwickelt.

Begleitheft für Geflüchtete und Akteure

Eine Hilfe für den Einstieg in den Beruf. Begleitheft für Geflüchtete und Akteure – neue Ausgabe zum Herunterladen. Handlungsempfehlung für die Praxis

Um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren, haben die Netzwerke W Bonn /Rhein-Sieg ein Begleitheft für Geflüchtete entwickelt. Das Begleitheft wurde überarbeitet und steht jetzt als optimierte und beschreibbare Digital-Ausgabe zum Herunterladen bereit. Es richtet sich an Geflüchtete und unterstützt auch haupt- und ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure bei der Begleitung in Arbeit und Gesellschaft. Eine zusätzliche Handlungsempfehlung informiert zum effizienten Einsatz in der Praxis.

Netzwerk W Herne: Online-Kompass für Alleinerziehende freigeschaltet – Videospot wirbt für Angebote

Netzwerk W Herne: Online-Kompass für Alleinerziehende freigeschaltet – Videospot wirbt für Angebote

Das Netzwerk W Herne hat den erfolgreichen „Kompass für Alleinerziehende“ in digitaler Form aufbereitet, abrufbar unter www.alleinerziehend-in-herne.de. Das neue Angebot soll insbesondere jüngere Frauen ansprechen und bietet neben Social Media-Funktionen auch die Möglichkeit, individuelle, interaktive Checklisten zu erstellen. Ein Videospot stellt aktuelle Angebote für Alleinerziehende vor und will Mut machen, die Unterstützungsmöglichkeiten zu nutzen. Dazu Netzwerk W-Koordinatorin Ulrike Hammerich: „Gerade für jüngere alleinerziehende Frauen ist das Smartphone häufig das zentrale Informationsmedium. Daher ist uns die Darstellung auf dem Smartphone besonders wichtig. Unser Ziel ist es, die Website mehr und mehr zu einem persönlichen Kompass durch den Dschungel der Dienstleistungsangebote weiter zu entwickeln.“

Potenzialanalyse und Wiedereinstieg – alle Kompetenzen erkennen. Fachworkshop stärkt Beratungskompetenz und Kooperation im Netzwerk

Potenzialanalyse und Wiedereinstieg – alle Kompetenzen erkennen. Fachworkshop stärkt Beratungskompetenz und Kooperation im Netzwerk

Mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf hat das Netzwerk W Rhein-Kreis Neuss einen Fachworkshop zu Potenzialanalyse und Wiedereinstieg durchgeführt. Ziel war es, die Beratungskompetenz der handelnden Akteurinnen und Akteure zu verbessern und den kollegialen Austausch zu stärken. Ein Handout dokumentiert die Ergebnisse, mit Links und Tipps zu Verfahren und Anwendung. Das Netzwerk W Rhein-Kreis Neuss ist mit rund 25 beteiligten Institutionen eines der großen Netzwerke W in der Landesinitiative. Im Interview erläutert Ulrike Kreuels, Netzwerk W-Koordinatorin und Gleichstellungsbeauftragte im Rhein-Kreis Neuss, Nutzen und Einsatz der Potenzialanalyse im Kontext der Berufsrückkehr.

KOMpetenzPASS Berufsrückkehr – Videofilm informiert zu Angebot und Einsatz des Instrumentes – ausgezeichnet als innovatives Netzwerk

KOMpetenzPASS Berufsrückkehr – Videofilm informiert zu Angebot und Einsatz des Instrumentes – ausgezeichnet als innovatives Netzwerk

Auf dem 5. Innovationstag "Fachkräftesicherung weiterdenken - Digitalisierung braucht Qualifizierung" wurde u.a. der „Aktionskreis KompetenzPass Berufsrückkehr“ ausgezeichnet. Das Bundesarbeitsministerium stellt in einem Videofilm den KomptenzPass als innovatives Verfahren zur Kompetenzbilanzierung für Berufsrückkehrende vor. Entwickelt wurde das Angebot von der Frauencomputerschule in Kassel und wird in der Region im Rahmen eines (durch Bildungsgutscheine förderbaren) Trainingsangebotes eingesetzt. Unter Anleitung einer Trainerin werden berufsrelevante Kompetenzen und Fähigkeiten erarbeitet, die in der Familienphase erworben wurden. Der Kompetenzpass steht in 15 Sprachen zur Verfügung und wird auch auf einer E-Learning Plattform angeboten.

Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten. Veranstaltungsset unterstützt Öffentlichkeitsarbeit

Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten. Veranstaltungsset unterstützt Öffentlichkeitsarbeit

Zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung steht ein umfangreiches Veranstaltungsset zur Verfügung. Das Set enthält vorbereitetes Material und gibt konkrete Hilfestellungen für die Durchführung einer Veranstaltung, um das Thema Gleichstellung auf die Agenda zu setzen – im Verband, im Unternehmen, in der Verwaltung oder für öffentlich Interessierte. Der Zweite Gleichstellungsbericht besteht aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung und bietet eine fundierte Grundlage für die Diskussion gleichstellungspolitischer Handlungsoptionen. Die Sachverständigenkommission empfiehlt in ihrem Gutachten, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit in der Familie und für die Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann.

Entwicklung von innovativen Angeboten zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen mit Fluchthistorie“, Fachforum QUAFFEL der Netzwerke W Bottrop, Recklinghausen, Gelsenkirchen – Grußwort des Gleichstellungsministeriums

Entwicklung von innovativen Angeboten zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen mit Fluchthistorie“, Fachforum QUAFFEL – Grußwort des Gleichstellungsministeriums

Auf dem gemeinsamen 10. Fachforum Quaffel präsentierten die Netzwerke W Bottrop, Gelsenkirchen und Recklinghausen Analyseergebnisse und Praxisbeispiele zur beruflichen Integration von geflüchteten Frauen und stellten Handlungsempfehlungen zur Umsetzung von innovativen Ansätzen in der Region zur Diskussion. Die Studien konzentrieren sich auf drei Aspekte: Integration von geflüchteten Akademikerinnen, Frauen ohne spezifische Qualifikationen und Einstieg in Gesundheitsberufe. Diane Jägers (rechts im Bild), Abteilungsleiterin Gleichstellung im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG), vertrat die Ministerin und begrüßte die rund 70 teilnehmenden Expertinnen und Akteurinnen und Akteure aus der Region. Die Studien, gefördert im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W, stehen zum Herunterladen bereit. Weitere Linktipps und Fachpublikationen zum beruflichen Wiedereinstieg finden Sie in der Rubrik „Fachbeiträge“.

Familien-Navi

Familienkalender 2018 informiert zum beruflichen Wiedereinstieg im Ennepe-Ruhr Kreis – Familien-Navi erstmals auch als Onlineversion

Das Netzwerk W Ennepe-Ruhr hat für 2018 wieder das erfolgreiche Format des Familienkalenders aufgelegt – den Kalender gibt es jetzt allerdings nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als Familien-Navi in einer Online-Version. Leicht zugänglich und inzwischen zum fünften Mal bietet der Kalender umfangreiche Informationen rund um den Start ins Berufsleben und den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, die Aus- und Weiterbildung sowie die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit Kindern und zu pflegenden Angehörigen. Für die Mitglieder des Netzwerkes ist der Kalender seit der ersten Auflage 2014 ein wichtiger Baustein für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Auflage liegt bei 12.000 Exemplaren und wird im Ennepe-Ruhr-Kreis etwa an Rathäusern, Kindertagesstätten oder Jobcentern ausgelegt.

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge: Warum sie zum Motor im Integrationsprozess werden können - Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen

Im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine umfassende qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von weiblichen Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive durchgeführt worden. Die Pilotstudie des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis gibt zugleich eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure. Die Ergebnisse überraschen und zeigen: Die Orientierung auf Bildung und Berufstätigkeit ist hoch und für fast alle Befragten, darunter die Hälfte Mütter, selbstverständlich. So wollen 94 Prozent der Frauen arbeiten und sie verstehen Berufstätigkeit als Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Untersuchung basiert auf insgesamt 40 leitfadengestützte Interviews mit Frauen, die aufgrund des Herkunftslandes hohe Bleibeperspektive haben.
Im Dossier „geflüchtete Frauen“ informiert die Landeskoordination fortlaufend zu aktuellen Netzwerk W-Aktivitäten. Veröffentlichungen und Handreichungen, Tipps und Servicelinks zum Thema stehen hier für Interessierte und Fachberaterinnen und -Berater zur Verfügung.

Für die Beschäftigungschancen von Hartz-IV-Bezieherinnen spielt auch der Partner eine Rolle

Für die Beschäftigungschancen von Hartz-IV-Bezieherinnen spielt auch der Partner eine Rolle

Die Erwerbschancen von Frauen, die Grundsicherung beziehen, sind zumindest in Westdeutschland besonders gering, wenn sie über wenig persönliche Erwerbserfahrung oder keinen Schulabschluss verfügen. Wie ein Beitrag im IAB-Forum zeigt, spielen dabei auch Erwerbserfahrung und Bildungsstand des Partners eine Rolle. Im Fazit heißt es: Frauen aus Haushalten, in denen die vormalige Arbeitsteilung zwischen den Partnern tendenziell dem des männlichen Alleinverdieners entsprach, bedürften besonderer Unterstützung bei der Arbeitssuche. So sei es wichtig, die Arbeitsteilung in der Partnerschaft nicht als gegeben hinzunehmen, sondern in Beratungsgesprächen konkret nach den Erwerbsvorstellungen und -wünschen der Frauen zu fragen und mögliche Alternativen aufzuzeigen.