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Familienzeit darf nicht aufs Abstellgleis führen. Lokale Netzwerke stärken mit ihren Aktivitäten den beruflichen Wiedereinstieg. Landesinitiative Netzwerk W – Förderrunde 2018

Das Gleichstellungsministerium NRW setzt die Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) im Jahr 2018 fort und fördert Aktivitäten an über 30 Standorten. Im Rahmen der Gleichstellungspolitik des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) ist die Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs und die Stärkung einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Müttern ein wichtiges Handlungsfeld. Dies betrifft klassische Berufsrückkehrerinnen und geringfügig erwerbstätige Mütter - darunter Alleinerziehende und Frauen ohne Berufsabschluss. Berücksichtigung finden auch die besonderen Herausforderungen für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Gelingende partnerschaftliche Aushandlungsprozesse und gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie / Pflege tragen wesentlich zu einem erfolgreichen beruflichen Wiedereinstieg bei.

Aus der Wissenschaft: IW-Studie zu Elterngeld. WZB-Schwerpunktheft zu geschlechtergerechten Arbeitsmarkt

Aus der Wissenschaft: IW-Studie zu Elterngeld. WZB-Schwerpunktheft zu geschlechtergerechten Arbeitsmarkt

In Kombination mit dem Ausbau der Betreuungsinfrastruktur hat es das Elterngeld für Mütter attraktiver gemacht, früh in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Gleichzeitig haben die Partnermonate dazu geführt, dass auch zunehmend mehr Väter in Elternzeit gehen. Allerdings beschränken sie sich dabei zumeist auf diese Bonusmonate. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) informiert und steht zum Herunterladen bereit.
Macht und Möglichkeiten sind ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. Wie hartnäckig und umfassend diese Ungleichheit ist, damit beschäftigt sich das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) in der September-Ausgabe der WZB-Mitteilungen. Mehrere Beiträge fragen nach den Bedingungen für einen geschlechtergerechten Arbeitsmarkt, auch und gerade im Blick auf die Balance zwischen Fürsorgearbeit zu Hause und beruflichem Engagement.

 

Alleinerziehende in Deutschland

Mehr als die Hälfte der nicht-erwerbstätigen alleinerziehenden Frauen wünscht sich Arbeit - Statistisches Bundesamt informiert zur Situation Alleinerziehender

Im Jahr 2017 lebten 27 Prozent der alleinerziehenden Mütter ohne eine bezahlte Beschäftigung. Mehr als die Hälfte von ihnen war an einer Arbeitsaufnahme interessiert. Das Statistische Bundesamt informierte zu Alleinerziehenden in Deutschland und stellte aktuelle Entwicklungen vor. Danach ist die Zahl der Alleinerziehenden auf gut 1,5 Millionen Familien angestiegen. Damit hatte knapp jede fünfte Familie im Jahr 2017 eine alleinerziehende Mutter oder einen alleinerziehenden Vater. Die Armutsgefährdungsquote für Personen in Alleinerziehenden-Haushalten lag 2016 bei 33 Prozent (im Bevölkerungsdurchschnitt: 16 %).

Broschüre: Plan A(ushandeln) – Machen wir’s fair

Plan A(ushandeln) – Machen wir’s fair. Netzwerk W-Broschüre zum partnerschaftlichen Aushandeln von Job und Familie – Baustein im Wiedereinstieg

Gelingende partnerschaftliche Aushandlungsprozesse und gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen (Wieder-)Einstieg. Das Netzwerk W Lippe hat dazu erstmalig einen Ratgeber entwickelt. Die Broschüre „Plan A(ushandeln). Machen wir’s fair – unser Leben mit Job und Familie“ bietet einen praktischen Leitfaden zum Selbst-Coaching für (junge) Eltern. Dazu Netzwerk W-Koordinatorin Silke Quentmeier: Mit der Broschüre können wir erstmals einen konkreten Leitfaden für ein partnerschaftliches Aushandlungsmanagement vorlegen. Das fehlte bisher und wir hoffen, damit junge Eltern - Frauen wie Männer – zu ermutigen, über gleichberechtigte Partnerschafts- und Familienmodelle nachzudenken - und sie auch umzusetzen. Gerade hier im ländlichen Raum gibt es einigen Unterstützungsbedarf.“