Tagung „Gender & Soziale Stadt“
Das Quartier mit Genderblick: anders sehen, anders planen?
Impulse aus der Sozialen Stadt für die Soziale Stadt
Donnerstag, 18. Februar 2010 · DIEZE, Castrop-Rauxel
Das Programm Soziale Stadt arbeitet für und mit den Menschen vor Ort: Beteiligungsverfahren fördern sowohl das lokale Engagement als auch die Qualität der Planungen im Viertel durch die Einbindung der Wünsche und Bedürfnisse von Bürgern und Bürgerinnen. Der immer noch innovative städtebauliche Ansatz zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Blick auf einen Sozialraum aus und bietet damit in anschaulicher Weise Ansatzpunkte für eine verbesserte Gleichstellung der Frauen und Männer im Quartier. Hierbei verdeutlichen viele gute Beispiele die Notwendigkeit einer geschlechtssensiblen Planung. „Wenn man vor Ort arbeitet, erkennt man schnell, dass die Männer und Frauen hier unterschiedliche Dinge brauchen“, so die Aussagen vieler Ansprechpersonen in den Stadtteilen der Sozialen Stadt.
Mit der Kofinanzierung des Programms Soziale Stadt durch das nordrhein-westfälische Ziel 2-Programm (EFRE*) wird eine stärkere Offenlegung und Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse als Querschnittziel „Gleichstellung von Frauen und Männern“ verlangt. Die heutige Fachveranstaltung ist ein erster Beitrag, das abstrakte Querschnittziel „Gleichstellung von Frauen und Männern“ handhabbar zu machen. Es wird gezeigt, was ein geschlechtssensibler Blick ist und wie Planung sich durch die veränderte Sichtweise wandelt und vor allem: ihre Ergebnisse verbessert werden.
Auf der Tagung werden einige der vielversprechenden Ansätze vor Ort sichtbar gemacht. Neben vielen einzelnen Initiativen vor Ort soll gezeigt werden, wie durch einen strategischen Ansatz eine geschlechtssensible Vorgehensweise dauerhaft verankert werden kann. Alle Gäste der Tagung sind aufgefordert, ihre eigenen Erfahrungen mit einzubringen, sich zum Weitermachen oder Nachahmen anregen zu lassen. Während der Veranstaltung kann der Gender Parcours „mischen is possible“ der FUMA Fachstelle Gender NRW begangen werden.
Die Veranstaltung richtet sich an die Männer und Frauen, die im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt NRW daran mitwirken, lebenswerte und lebensfähige Quartiere zu entwickeln: Beschäftigte aus den beteiligten Kommunen und Landesbehörden, Stadtteilkoordinatoren und -koordinatorinnen, Vertreter und Vertreterinnen von Einrichtungen vor Ort und externe Dienstleistungsunternehmen. Gleichstellungspolitisch Engagierte und alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.
*Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Programm:
Moderation: Angela Wegener,
Stellvertretende Chefredakteurin,
Radio Wuppertal
9:30 Uhr
– Anmeldung und Stehkaffee –
10:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
• Johannes Beisenherz, Bürgermeister Castrop-Rauxel
• Petra Kersting, Leiterin des ZFBT
10:15 Uhr
Anregungen zum Spannungsfeld
Gender – Stadtplanung – Sozialraum
• Dr.-Ing. Gesa Witthöft, TU Wien/FB Soziologie für
Architektur und Raumplanung, Wien
11:00 Uhr
Gender auf dem Weg in den Mainstream der Stadtentwicklung:
Erfahrungen aus Berlin
• Dr. Stephanie Bock, Deutsches Institut für Urbanistik,
Berlin
11:45 Uhr
– Pause –
12:00 Uhr
Gender im Blickwinkel der Sozialen Stadt:
Erfahrungen aus Speyer
• Dr. Sven Fries, Büro Stadtberatung Ostfildern,
Ostfildern
Einladung zum Gender Parcours: „mischen is possible“
• Uwe Ihlau, FUMA Fachstelle Gender NRW, Essen
13:15 Uhr
– Mittagessen –
mit Auszügen aus dem Gender Parcours „mischen is
possible“
14:15 Uhr
Es gibt nichts Gutes, außer wir tun es!
Schlaglichter auf kommunale Praxis
Initiative vor Ort – das Bildungscafé: ein Ort für
Migrantinnen und weit mehr, Remscheid Rosenhügel
• Erden Ankay-Nachtwein, IKE Förderverein für interkulturelle
Erziehung e.V., Remscheid
• Marion Heßler, Stadtteilkoordination Remscheid
Rosenhügel, Remscheid
Kooperation im Stadtteil –
Arbeitskreis Frauen „Runder Tisch Bruckhausen“
• Edeltraud Klabuhn,
Soziale Stadt Duisburg-Bruckhausen, Duisburg
• Anke Petermann, Sprecherin des Arbeitskreises Frauen
Stadtteilspaziergänge als Methode zur Beteiligung von
genderrelevanten Gruppen: Beispiele aus Freiburg
und Braunschweig
• Juliane Krause, plan & rat, Braunschweig
16:00 Uhr
– Ende der Veranstaltung –



